Workshop mit Umwelt- und Verbraucherverbände

Wie bewerten die Umwelt- und Verbraucherverbände die Wasserstoffökonomie mit ihren verschiedenen Anwendungsfeldern? Welchen Beitrag kann Wasserstoff aus ihrer Sicht zur Speicherung von erneuerbaren Energien leisten? Und welche Chancen sehen sie durch die Nutzung von Wasserstoff für eine nachhaltige Gestaltung der Energie- und Verkehrswende?


Um diese Fragen zu diskutieren und den Verbänden die Mitwirkungsmöglichkeiten im Projekt HyTrustPlus vorzustellen, fand am 6. Mai 2015 ein Workshop in den Räumen von IFOK statt. Dort sowie durch weitere bilaterale Vorgespräche wurde deutlich, dass die Verbände große Potenziale in der Speicherung von überschüssigem erneuerbaren Strom in Form von Wasserstoff durch das Power-to-Gas-Verfahren sehen. Die Zukunft müsse zeigen, wie groß die Potenziale zum Ausgleich saisonaler und tageszeitabhängiger Schwankungen sein werden. 


Bei der Nutzung von Wasserstoff im Verkehr werden insbesondere beim städtischen ÖPNV sowie beim Lkw-Verkehr (Liefer- und Verteilverkehre) große Chancen gesehen. Beide Bereiche seien nur schwierig mit Hilfe von Batterien zu elektrifizieren, während Sie gleichzeitig große Potenziale zur Emissionsreduktion bieten. Auch im Pkw sei der Einsatz von Wasserstoff zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität grundsätzlich sinnvoll, allerdings führe die umweltfreundliche Technologie aus Sicht der Verbände nicht zu einer von ihnen angestrebten grundsätzlichen Reduktion des Individualverkehrs. Neben dem Verkehrsbereich könne die Brennstoffzelle auch im stationären Bereich eingesetzt werden und dort zur Emissionsreduktion beitragen; entsprechende Entwicklungen seien voranzutreiben.


Für eine vollständige Bewertung der Wasserstoffökonomie besteht bei den Umwelt- und Verbraucherverbänden insgesamt noch Informationsbedarf. IFOK wird die Gespräche daher weiterführen und Informations- und Einbindungsmöglichkeiten im Rahmen von HyTrustPlus aufzeigen.


 

Ansprechpartner Christian Klasen:

christian.klasen [at] ifok.de