Schülerinnen und Schüler besuchen die Power-to-Gas-Anlage von Audi in Werlte

Wasserstoff als Energiespeicher für überschüssigen Windstrom zur Herstellung von synthetischem Erdgas für Erdgasfahrzeuge: Dieses innovative Verfahren lernten die Schülerinnen und Schüler des Werlter Gymnasiums im niedersächsischen Emsland bei ihrer zweitägigen HyTrustPlus Lernwerkstatt am 23. und 24. November 2015 kennen.


Die in Bayern ansässige Audi AG  wählte den windreichen Norden für das Demonstrationsprojekt einer e-Gas-Anlage und kooperiert dort mit dem Energieversorger und Biogasanlagenbetreiber EWE AG. In der Region werden schon heute 75 Prozent des Stroms regenerativ gewonnen. Aus diesem Grund sind entsprechend gute Speicherlösungen für Erneuerbare Energien gefragt. Wasserstoff bietet sich dabei besonders an. Die Produktionsanlage für Wasserstoff und Methan mithilfe von Windstrom und CO2 aus einer Biogasanlage ist seit 2013 in Betrieb. 


Anhand verschiedener Module eigneten sich die Schülerinnen und Schüler während der beiden Veranstaltungstage in Vorträgen, Diskussionsrunden und Kleingruppenarbeitsphasen umfassendes Hintergrundwissen zu den Themen Klimawandel, Energiewende und Wasserstoffökonomie an. Zudem konnten die Jugendlichen die Wasserstoff- und e-Gas Produktion hautnah im Rahmen einer Führung erleben. Wie viel neue Erkenntnisse sie mitgenommen haben, stellten sie am Ende der Lernwerkstatt unter Beweis: Sie konnten all ihre Fragen zum Thema Wasserstoff, die sie im Vorfeld der Lernwerkstatt gesammelt hatten, nun selbst beantworten.  


 Für Bernhard Lünzwegen, Lehrer des Gymnasiums Werlte, ist die Lernwerkstatt ein sehr erfolgreiches und weiterzuempfehlendes Projekt: „Durch das selbstständige Erarbeiten der Thematik in Kleingruppen mit anschließender Präsentation waren die Schüler/innen schnell mit der Materie vertraut. Die anschließende Verknüpfung mit der Praxis durch die Exkursion zur Audi e-Gas-Anlage hat zusätzlich zur Motivation der Schüler/innen beigetragen, sich intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen.“


Auch Tobias Block von Audi zeigte sich begeistert von dem Projekt: „Wir können die Lernwerkstatt Wasserstoffökonomie anderen Unternehmen weiterempfehlen, um die Sichtweise auf zukünftige Herausforderungen zu stärken. Gerade der regionale Aspekt war für uns wichtig, weil ein innovatives Projekt die Unterstützung vor Ort benötigt. Mit der Lernwerkstatt konnten wir sowohl den regionalen Bezug als auch die Begeisterung von Jugendlichen für alternative Antriebstechnologie gewinnen.“