Steinfurter Flexkraftwerke –                 Ein neuer Baustein für die regionale Energiewende

Burgsteinfurt, 30. Juni 2016 – Mit Förderung aus dem Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) haben Behörden, Privatwirtschaft und Hochschulen im Kreis Steinfurt ein Konzept zur Integration von Wasserstoff in die regionale Energiewende entwickelt

 

Personen (von links): Wilfried Grunendahl, Fraktionsvorsitzender CDU-Kreistagsfraktion, Jutta Höper, Kreisverwaltung Steinfurt, Jens Spahn Parlamentarischer Staatssekretär, Bundesfinanzministerium, Prof. Dr. Christof Wetter, FH Münster, Dr. Klaus Effing, Landrat Kreis Steinfurt, Jan-Niclas Gesenhues, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Kreistagsfraktion, Ulrich Ahlke, Kreisverwaltung Steinfurt, Amtsleiter, Thomas Möller, Kreisverwaltung Steinfurt, Martina Kamphues, stell. Fraktionsvorsitzende SPD-Kreistagsfraktion, Tilman Wilhelm, NOW-Bereichsleiter Kommunikation und Wissensmanagement, Projektbetreuer HyTrustPlus.

 

 

Landrat Dr. Klaus Effing stellte die Steinfurter Flexkraftwerke am 30.6.2016 im Kommunikationszentrum der Sparkasse Burgsteinfurt vor. Das Flexkraftwerk besteht aus einer Power-to-Gas-Anlage, die als Dauerlast in das Energiesystem integriert wird und via Elektrolyse emissionsfreie und klimaneutrale Kraft- und Brennstoffe in Form von Wasserstoff oder Methan produziert. Wenn das Angebot an z.B. Windstrom zu niedrig ist, um die Gesamtnachfrage nach Strom zu decken, kann das Flexkraftwerk seine Produktion drosseln und Kapazitäten für den regionalen Strommarkt freigeben. Auf diese Weise kann das bisher teure Abregeln von Windanlagen vermieden und der weitere Ausbau der Windenergie erfolgreich vorangetrieben werden. Darüber hinaus ermöglicht das Flexkraftwerk neben der Rückverstromung des Wasserstoffs ins Stromnetz auch die direkte Nutzung des Wasserstoffs als Kraftstoff im Verkehr und im Bereich der Gebäudeenergie.

 

Im nächsten Schritt wollen die Akteure vor Ort (Kreisverwaltung, Stadtverwaltung, Stadtwerke, Windparkbetreiber, Energiegenossenschaften, Hersteller von Technischen Gasen, Finanzunternehmen, Ingenieurbüros, Fachhochschule) die Erprobung und den Aufbau von Flexkraftwerken zur Realisierung der Energiewende mit ihrer Expertise, ihrer Erfahrung und ihrem Kapital unterstützen. Dafür hat die Projektgruppe ein Positionspapier mit Handlungsempfehlungen erarbeitet, das im Rahmen der Veranstaltung an die Vertreter der Politik überreicht wurde.

 

Das Konzept die Steinfurter Flexkraftwerke entstand als Teil des Verbundprojekts HyTrustPlus – Strategiedialoge der Bundesregierung. Die regionalen Akteure aus Steinfurt entwickelten das Konzeptpapier in Zusammenarbeit mit den  Projektpartnern Spilett New Technologies und dem Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel. Gefördert wird HyTrustPlus im Rahmen des NIP, welches von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) koordiniert wird.

 

Das Positionspapier finden Sie zum Download hier als PDF:

Download
Die Steinfurter Flexkraftwerke
Die Steinfurter Flexkraftweke.pdf
Adobe Acrobat Dokument 944.8 KB