Wasserstofftag: Wasserstoffmobilität und –ökonomie erleben

Im Rahmen des AP 6 ‚Lernorte schaffen, die die Wasserstoffökonomie erlebbar machen‘ veranstaltete das InnoZ am 11. Oktober auf dem EUREF Campus den „Wasserstofftag“. Das Format bot interessierten Jugendlichen, Bürgern und Campus Mitarbeitern die Möglichkeit eigene Erfahrungen mit der Technologie zu sammeln. Neben Probefahrten mit dem Mercedes-Benz F-Cell konnten die Besucher auch die Wasserstoffausstellung auf dem EUREF besuchen. Die Wasserstoff-Ausstellung zeigt, wie die Gewinnung von grünem Wasserstoff funktioniert, wofür Wasserstoff alles eingesetzt werden kann und wie die Einbindung des Energieträgers in die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität möglich ist. Besuchern konnte so die Möglichkeiten der vernetzten Elektromobilität unter Einschluss der Wasserstofftechnologie im Kontext der Energiewende gezeigt und Interesse an der Mitgestaltung geweckt werden.

 

Der F-Cell ist eines der ersten deutschen Wasserstoffautos und wurde nur in einer begrenzten Stückzahl vor allem zu Forschungszwecken produziert. Daimler, BMW und Audi entwickeln aktuell Serienfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb auf Wasserstoffbasis. Andere internationale Hersteller wie Toyota, Hyundai und Honda sind da schon weiter – so haben alle drei Hersteller schon erste Kleinserienfahrzeuge im Markt.  Aber auch in Deutschland gibt es spannende Entwicklungen. In München hat das Carsharing Unternehmen BeeZero den ‘Hyundai ix35 Fuel Cell’ bereits in seine Flotte integriert. Zudem werden ab 2017 die ersten Prototypen der Brennstoffzellenzüge von Alstom auf dem deutschen Schienennetz eingesetzt. Die Wasser- und Brennstoffzellentechnologie ist somit auf dem Weg einer wachsenden Marktdurchdringung.

 

Am Wasserstofftag nahm eine Vielzahl an Besuchern die Möglichkeit wahr, mehr über Wasserstoff und seine Anwendungsgebiete zu erfahren. Besonders beliebt waren die Probefahrten mit dem Brennstoffzellenfahrzeug. Als Herausforderung sahen die Nutzer vor allem die noch schwächelnde Wasserstoffinfrastruktur und die hohen Kosten für ein Fahrzeug. Positiv bewerteten sie die Umweltfreundlichkeit und die innovative Technologie der Brennstoffzellenfahrzeuge aber auch das Fahrgefühl und die leisen Fahrgeräusche.